Dieses Dschungel-Finale hinterlässt mehr offene Fragen als jede Staffel zuvor. Warum Ruhe gefeiert, Widersprüche ausgeblendet und dieses Ergebnis so viele triggert, zerlegen wir gnadenlos.

In dieser Episode #rundfunk17 analysieren anredo und BastiMasti das hoch umstrittene Finale des Dschungelcamp 2026. Gil wird Dschungelkönig – ein Ergebnis, das viele überrascht und das Netz spaltet. Die beiden gehen der Frage nach, wie es zu diesem Sieg kommen konnte und warum die Wahrnehmung im Fernsehen, auf Social Media und beim Telefonvoting so weit auseinanderliegt.

Im Mittelpunkt stehen Macht, Sympathie und Rollenbilder: Warum gilt der ruhige Mann als souverän, während eine laute, konfrontative Frau schnell zur Reizfigur wird? Welche Fehler hat Ariel selbst gemacht – und wo wurde sie deutlich härter bewertet als andere? Basti und anredo sprechen darüber, wie Tonfall und Auftreten oft stärker zählen als Inhalte und wie schnell komplexe Konflikte auf einfache Schuldfragen reduziert werden.

Ein weiteres zentrales Thema ist Gils Umgang mit seiner Vergangenheit. Reicht Schweigen aus, um als würdevoll wahrgenommen zu werden? Wann wird Zurückhaltung zur Strategie – und warum hat genau das für viele offenbar ausgereicht, um ihn zu wählen?

Auch das Format selbst steht zur Debatte: Wie viel Haltung darf ein Unterhaltungsformat zeigen, und wo beginnt Verantwortung? Die Folge ist weniger ein Rückblick auf Trash-TV als eine Analyse darüber, was dieses polarisierende Finale über Publikum, Empörung und gesellschaftliche Stimmung erzählt. Denn wer am Ende das Zepter hält, sagt mehr über uns, als uns gefällt.

Diese Folge könnt ihr bei Patreon und Spotify kostenlos als Video-Episode sehen.

Den Song „Hauptsache nicht Gil“ aus dem Outro könnt ihr hier in voller Länge hören.

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